Prüfhinweis
Beleidigende Google-Bewertung: richtig einordnen
Eine Rezension kann Kritik enthalten, ohne unzulässig zu sein. Für eine Beanstandung kommt es auf den konkreten Wortlaut, die angesprochene Person, den Zusammenhang und die geltenden Plattformregeln an – nicht nur darauf, ob die Aussage verletzend wirkt.
Google nennt unter anderem persönliche Angriffe und diffamierende Sprache als unzulässige Inhalte. Ob daneben österreichisches Recht betroffen ist, muss im Einzelfall beurteilt werden.
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Werturteil, Tatsachenkern und persönlicher Angriff
„Der Service war schlecht“ ist typischerweise eine subjektive Wertung. Eine überprüfbare Behauptung – etwa ein bestimmter Vorgang oder ein konkretes Verhalten – lässt sich dagegen mit Fakten abgleichen. Ein persönlicher Angriff kann eine andere Prüfung erfordern als eine scharfe, aber auf eine eigene Erfahrung bezogene Kritik.
Sichern Sie den vollständigen Beitrag, nicht nur ein herausgeschnittenes Schimpfwort. Kontext, Antwort des Betriebs und mögliche personenbezogene Angaben können für eine faire Einordnung wichtig sein. Veröffentlichen Sie vertrauliche Daten nicht als Gegenreaktion.
Plattformmeldung und rechtliche Schritte trennen
Wählen Sie beim Melden den konkreten Google-Grund und erläutern Sie, welche Formulierung gegen die Richtlinie verstößt. Google entscheidet über die Veröffentlichung auf seiner Plattform. § 1330 ABGB und § 111 StGB können in Österreich in bestimmten Konstellationen relevant sein; die Tatbestandsvoraussetzungen lassen sich aber nicht allein anhand eines Schlagworts feststellen.
Wenn Sie Unterlassung, Widerruf oder andere rechtliche Ansprüche erwägen, lassen Sie den vollständigen Sachverhalt von einer in Österreich zugelassenen Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt prüfen. Diese Seite bietet allgemeine Information und keine Einzelfallberatung.
Häufige Fragen
Ist jede harte Kritik eine Beleidigung?
Nein. Sachbezogene negative Werturteile können zulässig sein. Es kommt auf Wortlaut, Kontext und die konkreten Umstände an.
Soll ich öffentlich mit dem Verfasser streiten?
Eine ruhige, kurze Antwort ohne vertrauliche Details ist meist besser als ein öffentlicher Streit. Die Plattformmeldung sollte getrennt davon erfolgen.
Quellen und weiterführende Informationen